Vifugo Anmeldeseite gestalten für mehr Teilnehmer in deinem Webinar

Vifugo Anmeldeseite gestalten für mehr Teilnehmer im Webinar – minimalistisches Layout mit einem einzigen Call-to-Action-Button

Ich lösche gerade den dritten Countdown-Timer von meiner Vifugo-Anmeldeseite, als mir auffällt, wie hohl das Wort „Dringlichkeit" klingt, wenn ohnehin jeder weiß, dass er sich ein aufgezeichnetes Webinar ansieht. Fünf knallrote Buttons, drei verschiedene Uhren, eine Headline, die fast schreit — und trotzdem meldet sich kaum jemand für mein Webinar an. Genau an diesem Punkt habe ich angefangen, meine Anmeldeseite komplett neu zu denken, weil ich mehr Teilnehmer wollte, ohne lauter zu werden.

Peinlich ist mir das noch heute: Ich hatte brav jede Regel der amerikanischen Funnel-Gurus befolgt, ohne mich zu fragen, ob sie überhaupt zu meinem Markt passt. Als Coachin aus Wien arbeite ich mit Menschen, die eher zurückhaltend reagieren, wenn ihnen jemand „Nur noch 2 Plätze frei!" entgegenschreit, während alle wissen, dass das Webinar automatisiert läuft. Es wirkt unehrlich, und Unehrlichkeit konvertiert bei uns schlecht.

Warum laute Anmeldeseiten in Österreich und Deutschland nicht ziehen

Genau wie im ersten Gespräch mit einem neuen Klienten, in dem ich nicht sofort alle Details herausquetsche, sondern erstmal zuhöre, gilt das auch für eine Anmeldeseite: Wer zu viel auf einmal will, verliert das Vertrauen der anderen Seite. Ich hatte Aufzählungen auf meiner Seite, die länger waren als eine Einkaufsliste vor Weihnachten, dazu drei Abschnitte über Zertifikate, die niemanden wirklich interessiert haben.

Bevor ich überhaupt bei Vifugo gelandet bin, hatte ich versucht, meinen Lead-Magneten über ein simples Google-Formular als Anmeldeformular laufen zu lassen — schnell gebaut, kostenlos, und genau deshalb am Ende ziemlich mühsam.

Ein Google-Formular als erster, ziemlich holpriger Versuch

Ein Google-Formular sammelt zwar brav E-Mail-Adressen, aber es hat keine Ahnung von doppelten Bestätigungen, keine Verbindung zum Webinar-Termin und schon gar keine Vorstellung davon, wie ich die Leute später begrüßen will. Jede neue Anmeldung musste ich von Hand in mein eigentliches System übertragen, und genau dieses Übertragen hat mich am Ende mehr Zeit gekostet, als ich mit dem „kostenlosen" Tool je gespart hatte.

Am Ende ging es weniger darum, das eine richtige Tool zu finden, sondern zu verstehen, welche Aufgabe ich überhaupt automatisieren wollte — erst danach bin ich bei Vifugo gelandet, vor allem, weil es aus Deutschland kommt und Begriffe wie die EU-Datenschutz-Grundverordnung dort keine Fremdwörter sind. Das rechtlich vorgeschriebene Double-Opt-In läuft im Hintergrund mit, ohne dass ich mich technisch verrenken muss, und mehr muss man darüber eigentlich auch nicht wissen.

Webinar-Anmeldung auf dem Smartphone – Benachrichtigung über eine neue Teilnehmer-Anmeldung nach der Vifugo-Automatisierung

Weniger Elemente, mehr Vertrauen

Nach ein paar Wochen mit der lauten Version und enttäuschenden Zahlen habe ich den Reset-Knopf gedrückt. Der Countdown flog raus, die drei Abschnitte über Zertifikate flogen raus, und die Headline, die schnellen Reichtum versprach, wurde durch eine einfache Frage ersetzt, die ein echtes Problem meiner Zielgruppe trifft.

Meine Freundin Franziska Eder, die seit Jahren Yoga- und Atemkurse online verkauft, rief mich genau in dieser Phase an — frisch von einem Online-Summit zurück und, wie immer, mit einer neuen Funnel-Idee im Gepäck. Diesmal ging es um eine Anmeldeseite, die fast nichts verspricht außer einem ehrlichen Gespräch, und genau das hat mich bestätigt, radikal zu kürzen.

Dringlichkeit künstlich zu erzeugen, wenn jeder weiß, dass das Webinar aufgezeichnet ist, funktioniert bei uns einfach nicht.

Ehrlichkeit schon.

Der Vifugo-Ansatz, ein Webinar quasi evergreen alle 15 Minuten neu starten zu lassen, ist praktisch — aber statt so zu tun, als säße ich gerade live um drei Uhr morgens im Wohnzimmer, verkaufe ich lieber die Flexibilität direkt: „Schau es dir an, wenn du Zeit hast." Das ist Teil der gesamten Funnel-Struktur, nicht nur ein Trick für die Anmeldeseite.

Das steht heute auf meiner Vifugo-Anmeldeseite

Die Headline verspricht heute nichts, was zu gut klingt, um wahr zu sein — eher „Wie du [Problem] löst, ohne [Hürde]" als „Werde in 30 Tagen reich". Das Video-Thumbnail zeigt ein echtes Gesicht, kein Stockfoto, weil Vertrauen mit einem echten Gesicht beginnt und nicht mit einem gestellten Lächeln. Bei der Terminauswahl nutze ich meistens die „Nächster Termin"-Option, die bei kaltem Traffic — also bei Menschen, die mich noch nicht kennen — am besten funktioniert. Und es gibt genau einen Call-to-Action-Button. Keinen zweiten, keinen dritten.

Wer über eine Anzeige oder einen Social-Media-Post auf die Seite kommt, ist oft schon entscheidungsmüde, bevor er überhaupt zu lesen anfängt. Zu viele Informationen, und die Person fängt an zu analysieren, statt sich anzumelden. Die Anmeldeseite soll das Coaching nicht verkaufen — sie soll nur dazu einladen, sich das Webinar anzusehen.

Ein weiterer Kniff, den ich unterwegs gelernt habe: Elemente sollten erst auftauchen, wenn sie gebraucht werden, auch nach der Anmeldung. Dazu gehört, wie man einen vifugo Call to Action Button zeitversetzt einblenden kann, damit niemand schon bei der Begrüßung von einem Kaufen-Button abgelenkt wird.

Am Naschmarkt piept plötzlich mein Handy dreimal

Vier Wochen nach dem großen Streichen stand ich an einem Samstagvormittag am Naschmarkt, wählte gerade Erdbeeren aus einer Kiste aus, als mein Handy dreimal kurz hintereinander vibrierte — drei neue Anmeldungen, einfach so, während ich mit einer Tüte Erdbeeren in der Hand am Stand stand.

Zurück am Schreibtisch in meinem Homeoffice in der Josefstadt — der eigentlich höhenverstellbar ist, aber wie fast immer in Sitzhöhe eingerastet bleibt, weil ich vergesse, ihn hochzufahren — habe ich mir die Zahlen in Ruhe angeschaut, einen der beiden Bildschirme nur für die Statistik reserviert, den Notizblock neben der Tastatur langsam vollgekritzelt.

Mein Klient Moritz Gundlach, ein Coach für Führungskräfte, hat mir mal gesagt, ihm sei das ganze Design ziemlich egal — er zählt am Monatsende nur eine einzige Zahl: wie viele Erstgespräche am Ende wirklich im Kalender landen. Genau dieses Denken hat mir geholfen, meine eigene Seite nicht schöner, sondern schlanker zu machen.

Ich schaue trotzdem regelmäßig in die Zahlen, nicht weil ich Techie bin, sondern weil ich wissen will, ob sich die Zeit gelohnt hat. Dafür werte ich unter anderem Vifugo Webinar Statistiken auszuwerten, um zu sehen, an welcher Stelle im Webinar die Leute eventuell aussteigen.

Die Anmeldeseite selbst funktioniert inzwischen deshalb so gut, weil sie fast nichts will außer eine Einladung zu einem guten Gespräch zu sein. Wenn du gerade vor deiner eigenen Vifugo-Seite sitzt und dich fragst, warum kaum jemand klickt: Streich die Hälfte der Texte, nimm den blinkenden Timer raus, und sei einfach die Expertin oder der Experte, der ein einziges Problem löst. Mehr braucht eine Anmeldeseite nicht, um mehr Teilnehmer für dein Webinar zu gewinnen.