
An einem grauen Nachmittag Ende November saà ich mit einer längst kalt gewordenen Melange an meinem Stehschreibtisch und starrte auf meine Verkaufszahlen. DrauÃen peitschte der Wiener Wind gegen das Fenster, und drinnen fragte ich mich, warum ich wertvolles Potenzial bei meinen Kursverkäufen einfach liegen lasse. Ich hatte einen soliden Kurs, die Leute kauften, aber der Warenkorbwert blieb immer gleich â auf den Euro genau.
Seit ich 2020 eher unfreiwillig in das Thema Funnel-Building hineingestolpert bin, habe ich viel gelernt. Damals konnte ich einer Klientin kaum erklären, was ein automatisierter Prozess ist, heute baue ich diese Dinge für mich und meine Kunden fast im Schlaf. Aber diese eine Sache, der sogenannte Order Bump, fühlte sich für mich lange zu sehr nach amerikanischer Marktschreier-Mentalität an. Dieses typische âWillst du nicht auch noch diese drei PDFs für nur 7 Dollar?â â das passt einfach nicht zu meinem Beratungsansatz und schon gar nicht zum eher zurückhaltenden DACH-Markt.
Was ist ein Order Bump eigentlich (ohne das Marketing-Blabla)?
Im Grunde ist ein Order Bump nichts anderes als die digitale Version der Kaugummis an der Supermarktkasse. Nur dass wir als Coaches keine zuckerfreien Dragees verkaufen, sondern echten Mehrwert. In FunnelCockpit ist das eine kleine, unaufdringliche Checkbox direkt auf dem Bestellformular. Der Kunde gibt seine Daten ein und kann mit einem einzigen Klick ein Zusatzangebot in den Warenkorb legen, ohne dass er erneut seine Kreditkartendaten zücken oder durch fünf weitere Seiten klicken muss.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich Mitte Januar mein erstes Projekt in der Lite-Version von FunnelCockpit anlegte. Da man im SaaS-Modell von FunnelCockpit im kleinsten Tarif ein Limit von genau einem Projekt hat, musste ich strategisch vorgehen. Ich wollte kein âGimmickâ verkaufen, sondern eine echte Abkürzung. Wer sich für meinen Sales Funnel Guide für Wiener Berater entschied, bekam als Order Bump ein fertiges Vorlagen-Set für E-Mail-Sequenzen angeboten. Kein Aufschwatzen, sondern eine logische Ergänzung.
Die technische Hürde: Ein Klick-Marathon im März
An einem regnerischen Nachmittag im März nahm ich mir endlich die Zeit, das Ganze technisch sauber aufzusetzen. Ich gebe es offen zu: Ich bin keine Tech-Person. Wenn Dinge kompliziert werden, fange ich an, meine Zimmerpflanzen zu gieÃen, nur um mich abzulenken. Aber bei FunnelCockpit war ich überrascht, wie intuitiv der Bereich âBestellformulareâ aufgebaut ist. Man wählt das Hauptprodukt aus, klickt auf den Reiter âOrder Bumpâ und gestaltet den Text.
Das leise Surren meines Schreibtischmotors begleitete mich, als ich den Tisch nach Stunden endlich mal hochfuhr â nur um dann, wie so oft, doch lieber im Stehen weiterzutippen, während ich die Farben der Checkbox an mein Branding anpasste. Es ist dieser Moment der Konzentration, in dem man merkt, dass Technik kein Feind sein muss, wenn sie einem die Arbeit abnimmt. Man stellt es einmal ein, und ab dann arbeitet das System für dich, während du im Kaffeehaus sitzt.
Der Wendepunkt: Warum teuer oft besser ist
Hier kommt der Punkt, an dem ich den gängigen Marketing-Gurus widerspreche. Ãberall liest man, ein Order Bump müsse billig sein â 9 Euro, vielleicht 27 Euro. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das im hochpreisigen Coaching-Bereich oft den wahrgenommenen Wert senkt. Wenn ich ein Coaching-Paket für mehrere hundert Euro verkaufe, wirkt ein 7-Euro-E-Book fast schon deplatziert.
Mein Experiment im April war mutiger: Ich bot ein ergänzendes Intensiv-Workbook-Set für 120 Euro als Order Bump an. Die Logik dahinter? Wer bereit ist, Geld für eine Lösung auszugeben, investiert oft lieber etwas mehr in eine âPremium-Abkürzungâ als in billigen Kleinkram. In meinem Fall funktionierte das hervorragend. Der Umsatz pro Kunde stieg signifikant, ohne dass ich mehr Werbebudget in die Hand nehmen musste. Man darf nicht vergessen: Von jedem Verkauf gehen bei Plattformen wie Digistore24 die Standard-Verkäufergebühren von 7,9% + 1⬠ab, und in Ãsterreich müssen wir die 20% Mehrwertsteuer für digitale Dienstleistungen abführen. Da bleibt bei einem 9-Euro-Produkt nach Abzug aller Kosten oft kaum die Miete für den Schreibtisch übrig. Ein höherpreisiger Bump hingegen schlägt direkt positiv in der Kasse ein.

Ein peinlicher Fehler und was ich daraus lernte
Natürlich lief nicht alles glatt. Es gab diesen einen Moment der Selbstüberschätzung, als ich merkte, dass ich den Order Bump für ein Produkt aktiviert hatte, das thematisch überhaupt nicht zum Hauptangebot passte. Ich hatte einen Reflexions-Guide für Achtsamkeit bei einem technischen Kurs über Zahlungsschnittstellen platziert. Das Ergebnis? Verwirrte Kunden und eine Konversionsrate, die gegen Null ging. Peinlich, aber lehrreich. Ein Order Bump muss sich anfühlen wie das passende Einstecktuch zum Sakko, nicht wie eine Badehose zum Abendkleid.
Wenn du anfängst, deine Business-Prozesse zu automatisieren, um wöchentlich wertvolle Stunden zu sparen, dann ist die Relevanz deiner Angebote dein wichtigstes Kapital. Ein schlecht gewählter Order Bump stört den Kauffluss. Ein gut gewählter hingegen ist ein Service am Kunden.
Schritt-für-Schritt: So richtest du deinen Bump ein
Damit du nicht so lange brauchst wie ich an jenem regnerischen Märztag, hier die Kurzfassung für FunnelCockpit:
- Produkt erstellen: Lege dein Zusatzprodukt zuerst als normales Produkt in FunnelCockpit an (oder verknüpfe es via Digistore24).
- Bestellformular wählen: Gehe in dein bestehendes Projekt und öffne das Bestellformular deines Hauptprodukts.
- Order Bump aktivieren: In den Einstellungen findest du den Reiter âOrder Bumpâ. Aktiviere ihn mit einem Schieberegler.
- Textgestaltung: Nutze eine klare Headline. Statt âZusatzoptionâ schreib lieber âJa, ich will das Vorlagen-Set für schnellere Ergebnisse (+ 120â¬)â.
- Design: Achte darauf, dass der Rahmen des Bumps (oft gestrichelt) auffällt, aber nicht schreit. Ein dezentes Gelb oder ein helles Blau wirken im deutschsprachigen Raum oft seriöser als aggressives Rot.

Fazit: Die automatisierte Routine heute
Letzte Woche habe ich mir die Zahlen der letzten Monate angesehen. Die Technik läuft stabil im Hintergrund. Während ich diese Zeilen tippe, hat das System wahrscheinlich gerade wieder einen Verkauf inklusive Order Bump abgewickelt. Es ist ein beruhigendes Gefühl, wenn man weiÃ, dass der Funnel nicht nur funktioniert, sondern sich auch selbst optimiert.
Für mich als Coach bedeutet das vor allem Freiheit. Ich muss nicht mehr jedes Mal ânachfassenâ oder versuchen, am Telefon noch etwas zusätzlich zu verkaufen. Die Entscheidung liegt beim Kunden, in dem Moment, in dem er ohnehin bereit ist zu investieren. Wenn du FunnelCockpit nutzt, ist der Order Bump eines der einfachsten Werkzeuge, um dein Business profitabler zu machen, ohne dass du deine Seele an aggressive Marketing-Methoden verkaufen musst. Es ist einfach praktisches Handwerk â so wie eine gute Melange, die genau im richtigen Moment serviert wird.